Wempe 137 in Bremen
Am 22. Oktober haben wir auf dem Fly Deck in Bremen die vier Düfte vorgestellt, die wir für Wempe 137 entwickelt haben, und mit den Gästen daraus eigene Flakons gemischt.
24. Oktober 2026
Am Ende des Abends in Bremen waren alle rund hundert Tüten aufgebraucht, in denen die Gäste von Wempe 137 ihre Flakons mit nach Hause nahmen. Gemischt hatten sie diese Flakons mit uns an unserer Duftbar. Wir hatten mit deutlich weniger Gästen an der Bar gerechnet. Wie es dazu kam, erzählt dieser Beitrag. Er ist für alle, die an dem Abend dabei waren, und für alle, die über eine Duftbar für ihr eigenes Event nachdenken.
Wempe 137 gehört zum Atelier Wempe, einer Marke des Hamburger Juweliers. In diesem Herbst lädt Wempe 137 in mehreren Städten Gäste ein. Die Agentur Kundenbüro organisiert die Abende. Bremen war für uns der erste davon: Donnerstag, der 22. Oktober, auf dem Fly Deck im 1000 Satellites auf dem Teerhof. Hinter der Theke standen wir beide, Oskar und Jonas. Wir hatten uns riesig auf diesen Abend gefreut.
Die vier Düfte
Aus einer Frage auf unserer ersten Präsentation für Wempe sind über den Sommer vier Düfte geworden.
Die Frage stand im Juli auf dem Titel: Wie riecht Wempe 137? Geantwortet haben wir mit vier Atmosphären: Licht & Luft, Grün, Vulkan sowie Sand & Wasser.
Zwei davon haben während der Entwicklung Wörter getauscht. Unser Entwurf von Licht & Luft war Wempe beim ersten Feedback zu süß. Sand & Wasser lag zu nah daneben. Also haben wir die vier Wörter neu verteilt: Aus den beiden wurden Luft & Wasser und Sand & Licht. Wir haben drei der Düfte am 23. September bei Wempe in Hamburg festgelegt. Sand brauchte eine knappe Woche länger.
Seit Ende September heißen die vier nur noch Wasser, Grün, Vulkan und Sand. Alle stehen auf derselben Basis aus Salz, samtigem Holz, Ambra und Vanille. Wasser ist klar und kühl, mit etwas Salz. Nach Verbene und Tomatenblatt riecht Grün. Jemand aus der Runde in Hamburg meinte, so rieche eine teure Hotellobby. Trocken und hell haben wir Sand angelegt, mit einer Spur Strandtuch und Sonnencreme. Vulkan bleibt der dunkle Gegenpol zu den drei hellen: rauchig, bewusst eigenwillig.
An der Duftbar
Die Gäste haben sich einen der vier Düfte ausgesucht und ihn mit uns für sich verfeinert.
Die Düfte standen unter Glasglocken auf der Theke. Zum Riechen lagen Papierstreifen daneben. Kundenbüro hatte uns mit dem Ablaufplan für den Abend eine Frage mitgegeben, die wir den Gästen stellen sollten: Wie riecht Wempe 137 für dich? Knapp drei Monate nach unserer Präsentation kam unsere eigene Frage also zurück, mit zwei Wörtern mehr.
Die Antworten haben bestimmt, was in den Flakon kam. Pipettenflaschen mit einzelnen Noten standen dafür hinter der Theke, Salbei etwa oder Moschus. Davon gaben wir tropfenweise dazu.
Etikett und Sprühkopf kommen erst an der Bar auf den Flakon, vor den Augen des Gastes. Den Sprühkopf pressen wir mit einer Handpresse auf. Wir wollten genau diesen Moment von Anfang an in die Abende holen, weil man dabei zusieht, wie der eigene Flakon fertig wird.
Was im Flakon steckt, schreiben wir gemeinsam mit dem Gast auf eine Duftkarte. Die Karten kamen sehr gut an. Falls Sie an dem Abend dabei waren: Auf Ihrer Duftkarte steht, was in Ihrem Flakon steckt.
Die beliebtesten Düfte
Am besten kam bei den Gästen Wasser an, gefolgt von Sand, Vulkan und Grün.
Gut angekommen sind alle vier. Der letzte Platz von Grün überrascht uns trotzdem, denn bei keinem der Düfte waren wir uns in der Entwicklung mit Wempe so schnell einig. Wir haben noch keine Erklärung dafür.
Fotos: Marcel Frommer